Sexuelle Unlust und Libidoverlust der Frau

Jede/jeder von uns kennt das: Man hat viel um die Ohren, fühlt sich körperlich nicht fit oder ist einfach nicht in der Stimmung für Sex. Hält dieser Zustand allerdings über mehr als 6 Monate an und ist damit ein gewisser Leidensdruck verbunden, sprechen die Mediziner von Libidoverlust. Die Studien geben Zahlen von ca. 20 % bei den sexuell aktiven Frauen an, also sind von deinen zehn Freundinnen / Familienangehörigen oder auch Kolleginnen zwei betroffen- zumindest statistisch gesehen. Und jede 3. Frau verspürt zeitweise keine Lust auf Sex, wobei die Häufigkeit des Verlangens sehr stark schwankt- daher spielt dieser Aspekt hier keine Rolle.

Zu den hier erwähnten Phytotherapeutika sei gesagt, dass es sicher Pflanzen gibt, die als Aphrodisiakum gelten, wie z.B. Damiana, Maca und Ginseng. Auch Ätherische Öle wie YlangYlang, Sandelholz und Rose können die Weiblichkeit stärken und die Lust fördern. Und die Zufuhr von B- Vitaminen und dunkler Schokoladen mögen einen positiven Effekt auf die weibliche Lust haben, dennoch ersetzt nichts davon eine gründliche Ursachenforschung und ein gutes Gespräch.

Für bessere Übersichtlichkeit teile ich diesen Blog in drei Kategorien ein. Dabei werde ich Ursachen, begünstigende Faktoren und Behandlungsvorschläge etc. zusammenfassen. Da das Thema sehr groß ist, verweise ich in meinen Quellen auf weitere Möglichkeiten sich zu informieren. Dieser Blog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll lediglich einen groben Überblick zum Thema Lustlosigkeit und Libidoverlust der Frau geben. Viel Spaß beim Lesen.

Das Leben, der Alltag, die persönliche Lebenssituation

Stress

Alltag, Kinder, Anforderungen im Beruf (Abgabestress, Termindruck), Kinder, (möglicherweise in der Bockphase), fehlende Unterstützung, Partnerschafts- Probleme oder auch Geldsorgen. Bestehen diese Faktoren über einen längeren Zeitraum, wird unser Sympathikus aktiviert. Der Sympathikus ist das System in unserem Körper, das für Notsituationen eingerichtet ist. Also wurde man früher vom Säbelzahntiger verfolgt, wurden die Muskeln und die Lunge besser durchblutet um eine Flucht oder einen Kampf zu ermöglichen. In diese Situation passt weder Sexualität noch Schwangerschaft, daher wird der Körper die Libido unterdrücken. Wichtig wäre es zu schauen an welchen Punkten du Entlastung finden kannst? Gibt es jemanden, an den du Dinge delegieren kannst? Kannst du mit deinem/deiner Vorgesetzten sprechen und deine Arbeit ggf. reduzieren (die haben noch viel weniger von dir, wenn du durch Burnout ausfällst!)? Gibt es jemanden, der/die gern Zeit mit den Kindern verbringen würde und den die Kinder mögen? Familie, Freunde, Babysitter? Was sollte sich in der Partnerschaft ändern, damit es wieder besser läuft? Können die Haushaltsfinanzen reorganisiert werden? Die Caritas bietet kostenlose Hilfestellung in finanziellen Angelegenheiten.

 

Mangelnde Zeit für sich selbst:

viele Mütter kennen das Phänomen. Hängen einem die Kinder ständig am Rockzipfel oder hat Frau möglicherweise sogar noch ein Stillkind oder einen Tragling, hat man seinen Körper fast nie für sich. Die körperliche Nähe zu Kindern ist ein Faktor, warum man durchaus die Lust an körperlicher Zuwendung durch den Partner/die Partnerin verlieren kann. Es können aber auch einfach die mangelnde Zeit für Entspannung und Muße sein. Oder die mangelnde Zeit für Dinge wie Sport, gute Ernährung und Körperpflege kann ausschlaggebend sein. Fühlt sich Frau nicht wohl in Ihrer Haut, hat sie eher keine Lust jemand anderen an sich heranzulassen. Sei egoistisch! Hol´ dir die Zeit, die du brauchst, um es dir wenigstens kurz gut gehen zu lassen. Hast du kleine Kinder: setze Prioritäten! Dreckige Wäsche kann auch morgen oder übermorgen gewaschen werden.

 

Chronische Erschöpfung:

die oben genannten Punkte führen nicht selten zu einer chronischen Erschöpfung. Sie entsteht durch den bereits erwähnten Effekt auf unseren Sympathikus. Dieser aktiviert zusätzlich die Produktion von Cortison, unserem Stress-Hormon, in den Nebennieren, um z. B. unser Immunsystem zu fördern (niemand braucht eine Erkältung auf der Flucht vor dem Säbelzahntiger). Durch Cortisol wird dem Körper Zucker zur Verfügung gestellt, der Blutdruck steigt und man ist kurzfristig leistungsfähiger. Besteht dieser Zustand länger, kann es zu einer so genannten Nebennierenerschöpfung kommen. Dann schlägt der Zustand um, du fühlst dich schlapp und lustlos, schläfst schlecht und hast Heißhungerattacken. An diesem Punkt hilft dir ein/e Heilpraktiker/Heilpraktikerin weiter. Am besten jemand wie ich. Ich arbeite mit Phytotherapie, also der Heilkraft der Pflanzen, und kenne mich mit Hormonen aus. Kläre das, bevor du irgendwo einen Termin vereinbarst!

 

 

Zeitmanagement und die Langzeitbeziehung :

Auch wenn man sich nicht gestresst fühlt in seinem Alltag, kann es sein, dass die Zeit knapp wird und man am Ende eines langen Tages nur noch ins Bett fällt. Dazu kommt der Faktor Langzeitbeziehung. In der ersten Phase einer Beziehung gleicht der neue Partner, die neue Partnerin, einer Droge, schon das Denken bringt uns in Wallung. Dafür verantwortlich sind Prozesse in unserem Körper, die das Belohnungszentrum befeuern. Rezeptoren für Dopamin und Oxytocin sind sehr aktiv, es wird auch sehr viel Dopamin ausgeschüttet. Sehnsucht und Verlangen steigen, dieser Zustand gleicht einem Drogenrausch. In einer Langzeitbeziehung lässt dieser Rausch nach, man muss sich aktiv bemühen ihn wieder herzustellen. Leider drängt sich der Alltag allzu oft dazwischen und beides zusammen – Zeitmanagement + Langzeitbeziehung – werden zum Lustkiller. Auch wenn es im ersten Moment etwas merkwürdig erscheint: es hilft, sich für Zweisamkeit zu verabreden. Sex sollte dabei nicht unbedingt die oberste Priorität haben, denn forcierter Sex löst bei der Frau häufig wieder Lustlosigkeit aus. Kennst du die Sprachen der Liebe? Der Paartherapeut Gary Chapman hat die 5 Sprachen der Liebe benannt. Kennt man seine und die des Partners, ist es einfacher, im Alltag auf diese einzugehen und sich emotional verbundener zu fühlen. Auch die körperliche Zuwendung während des Tages spielt eine Rolle. Stell´ dir vor, du und dein Gegenüber habt euch tagelang nicht berührt und dann soll aus dem Nichts heraus Intimität entstehen?! Nimm dir vor, deine/n PartnerIn häufiger am Tag in den Arm zu nehmen oder ihm/ihr einen Kuss zu geben.

 

Körperliche Ursachen

Wechseljahre:

In Zeiten des hormonellen Wandels macht Frau einiges mit.Nicht nur der Zyklus, der sie seit der Menarche (erste Regel) begleitet hat, verändert sich. Auch die Sicht auf sich selbst als nicht mehr fruchtbare Frau kann durchaus einen emotionalen Verarbeitungsprozess nach sich ziehen. Und da wären natürlich auch die körperlichen Symptome wie Gewichtszunahme (vor allem am Bauch) Hitzewallungen, Schwitzen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Trockenheit der Haut und der Schleimhäute (und das sind noch längst nicht alle Symptome, die auftreten können). Die Libido nimmt einerseits bedingt durch die hormonelle Veränderung ab (Östrogen wird deutlich weniger produziert), andererseits auch durch die körperlichen Symptome.

Schmerzen beim Sex

Etwa 10 % aller sexuell aktiven Frauen haben Schmerzen beim penetrativen Sex. Noch mehr Frauen empfinden penetrativen Sex als unangenehm. Auslöser dieser Beschwerden können körperliche Ursachen wie Endometriose, Entzündungen im Genitalbereich oder Scheidentrockenheit sein. Auch rein anatomische Gegebenheiten wie ein enger Scheideneingang, ein Knick in der Gebärmutter oder Verwachsungen im Bauchraum führen häufig zu Schmerzen beim Sex. Es können aber auch psychische Ursachen dahinterstecken wie z.B. die Angst vor Schwangerschaft, die zu Vaginismus führt, traumatische Erfahrungen wie Missbrauch oder auch wiederholte schmerzhafte sexuelle Erfahrungen. Kommt es zu körperlichen Schmerzen beim Sex ist es wichtig sich zunächst eine/n Frauenarzt/ärztin mit viel Einfühlungsvermögen zu suchen. Dieser/diese sollte dann eine gründliche körperliche Untersuchung durchführen. Wird eine körperliche Ursache gefunden, so gibt es neben der schulmedizinischen Behandlung die Möglichkeit zu einer/einem HeilpraktikerIn für ganzheitliche Frauenheilkunde zu gehen. Auch der Gang zur/zum OsteopathIn kann sinnvoll sein. In meiner Praxis biete ich sowohl ganzheitliche Frauenheilkunde als auch osteopathische Behandlung an, so kann ich Frauen nicht nur mit z.B. Phytotherapie, sondern auch mit Behandlungen des Bauchraums, bei denen z.B. Verklebungen gelöst werden, helfen. Bei eher psychischen Ursachen ist es sinnvoll sich entsprechende professionelle Hilfe zu suchen- dies kann in Form von klassischer Psychotherapie erfolgen (Vorteil ist hier die Kostenübernahme durch die Krankenkassen). Aber auch Körpertherapie, Hypnose, Rückführung oder Schamanische Rituale haben ihre Berechtigung. Alles was dir hilft ist legitim, folge deiner Intuition und bleibe offen für alternative Behandlungen.

Möchtest du mehr zu den Ursachen von Schmerzen beim Sex erfahren, empfehle ich dir diese Seite:

https://www.netdoktor.de/symptome/schmerzen-beim-sex/

Vielleicht können die Beschwerden auch durch ein intensiveres/ längeres Vorspiel oder den Einsatz von Gleitgel abgemildert werden. Treten die Schmerzen in bestimmten Stellungen auf? Muss es unbedingt penetrativer Sex sein? Bleib´ mit deinem PartnerIn im Gespräch, such´ dir jemanden mit dem/der du dich austauschen kannst. Sicher ist: du bist nicht allein mit deinem Problem! Egal wie ausgefallen die Ursache oder deine Symptome sind, es gibt mindestens noch 100 andere Betroffene damit. Tausch´ dich aus und hole dir Anregungen von anderen. Im Internet gibt es für Frauen mit verschiedensten Erkrankungen Gruppen, dort gibt es Menschen die dich verstehen, man muss sich nicht schämen und sich nicht erklären.

Grunderkrankungen und Medikamente

Krankheiten wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion und Lebererkrankungen können durch ihre Folgen zu Lustlosigkeit führen.

Bei Diabetes mellitus oder auch Zuckerkrankheit kann es zu Nervenschäden und arteriellen Durchblutungsstörungen kommen, insbesondere beim Mann kann dies zur Erektionsstörung führen. Aber auch Frauen können durch Missempfindungen oder mangelndes Gefühl im Intimbereich Lustlosigkeit empfinden. Durch die mangelnde Durchblutung und den ggf. hohen Blutzuckerspiegel kann es zusätzlich zu Infektionen wie Blasenentzündungen oder Pilzinfektionen kommen.

Hypothyreose oder auch Schilddrüsenunterfunktion führt zu einem verminderten Stoffwechsel. Der Körper wird in seinen lebenswichtigen Funktionen, wie Muskeltätigkeit (Herz), Atmung, Verdauung unterstützt. Alles andere wie Fortpflanzung und Schönheit (ein Symptom der Hypothyreose sind strohige Haare und brüchige Nägel) werden vernachlässigt. So kann es bei Schilddrüsenunterfunktion auch zu Zyklusstörungen, unregelmäßigen, kurzen oder sogar ausbleibenden Blutungen kommen. Wer sich nicht fortpflanzen kann, braucht dementsprechend auch keine Lust auf Sex zu haben.

Auch Lebererkrankungen (wie Leberentzündung, Fettleber, Leberzirrhose) beeinflussen den Stoffwechsel. So wird der Grundbaustein für Sexualhormone (Cholesterin) in der Leber synthetisiert. Leidet die Produktion von Cholesterin, so werden auch weniger Sexualhormone hergestellt. Zusätzlich ist die Leber auch das Organ, das Geschlechtshormone abbaut (Östrogen). Kann sie ihrer Aufgabe nicht gerecht werden, kommt es zu einem Östrogenüberschuss im Körper. Es kommt zu einem hormonellen Ungleichgewicht. Die Folgen dafür können Zyklusstörungen sein, vor allem kommt es zu verstärktem PMS.

Fazit: lasst euch untersuchen, vielleicht habt ihr eine noch unentdeckte körperliche Erkrankung!

Medikamente:

allen voran sei hier die Antibabypille zu nennen. In einer kleinen Studie der Firma Beyer-Schering in Mailand (selbst Hersteller von Antibabypillen) wurde herausgefunden, dass: „Die Behandlung mit Yasmin (Bayer-Schering Italia) … mit erhöhten Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, mit verringerter Libido, verringerter spontaner Erregbarkeit und mit verminderter Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs und Orgasmus verbunden (ist)”. (Deutsche Übersetzung). Nachlesen, ob eure Pille diese Nebenwirkung hat oder nicht, könnt ihr im Beipackzettel oder im Internet. Vielleicht kannst du die Pille wechseln? Oder auf eine nichthormonelle Verhütung umsteigen?

Synthetische Antidepressiva können, nach heutiger Studienlage, fast alle zu Libidoverlust bei Frauen führen. Natürlich bedingen sich eine sexuelle Störung und Depressionen gegenseitig, daher könnte man sich auch Fragen: Was war zuerst da? Sicherlich ist es nicht immer möglich, eine Depression ohne Medikamente zu behandeln. Jedoch sollte man sich nach einer gewissen Zeit und hoffentlich Besserung der seelischen Situation, anderen Wegen zur Bekämpfung der Depression zuwenden (Psychotherapie, Hypnose, Körpertherapie, Sexualtherapie, Paartherapie und andere). Aber auch die Ordnungstherapie mit ihrem ganzheitlichen Ansatz von Schlaf, Ernährung, Bewegung, sozialer Einbindung und persönlichem Umgang mit der Erkrankung, hat ihre Berechtigung. Frei nach dem Motto: „Wer gesund sein will, muss tun, was gesunde Menschen tun.“ Und sollte es nicht ohne medikamentöse Unterstützung klappen, können Phytotherapeutika wie Johanniskraut oder Ginseng hilfreich sein.

Heuschnupfenmedikamente führen durch ihre Nebenwirkung (Müdigkeit) auch zu sexueller Lustlosigkeit. Mittlerweile gibt es sehr gute Präparate, die nicht müde machen und trotzdem sehr gut helfen. Bei Allergien sind auch alternative Heilmethoden wie die Ordnungstherapie, Darmsanierung oder Homöopathie eine gute Möglichkeit der Behandlung.

Blutdrucksenker, Mittel gegen Stoffwechselstörung, Blasenentleerungsstörung, Gicht- und diverse Schmerzmedikamente führen zum Teil ebenso zu verschiedenen Sexualstörungen.

Solltest du also eins oder mehrere dieser Medikamente nehmen, schau´ in die Packungsbeilage, sprich´ mit deinem Arzt/Ärztin oder Apotheker/Apothekerin oder deinem Heilpraktiker/Heilpraktikerin. Vielleicht gibt es Alternativen zu diesem Medikament/en oder du versuchst eine alternative Heilmethode. Viele der heutigen Volkskrankheiten lassen sich durch Lifestylemanagement, also die Veränderungen des Verhaltens im Alltag (wie Essen, Ernährung, Bewegung und Schlaf) auch ohne Medikamente oder zumindest mit deutlicher Reduzierung der Medikamente, gut in den Griff bekommen.

 

Psychische Ursachen

Angst vor Schwangerschaft oder Schwangerschaftsphobie,

auch Tokophobie genannt, gehört zu den Angststörungen und bezeichnet die Angst vor Schwangerschaft und Geburt. Sie kann primär (also von Anfang an) oder auch sekundär (als Folge z.B. einer traumatischen Erfahrung) vorkommen. Hintergründe einer Tokophobie können die Angst vor Schmerzen unter der Geburt oder die möglichen Komplikationen sein. In ihrer Folge haben sich laut Studien ca. 7 % aller Frauen in Großbritannien, die einen Kaiserschnitt hatten, freiwillig einer Sectio unterzogen, um so der natürlichen Geburt zu entgehen. Auch die Angst, der Mutterrolle nicht gerecht zu werden, spielt eine große Rolle. Diese Ängste werden tatsächlich auch über die Generationen hinweg in der Familie weitergegeben. Sekundäre Schwangerschaftsphobien können durch traumatische Erlebnisse wie eine vorherige Geburt, einen Schwangerschaftsabbruch oder eine Totgeburt entstehen. Aber auch schmerzhafte sexuelle Erlebnisse wie Grenzüberschreitungen oder Misshandlungen bzw. Vergewaltigungen können zu einer Tokophobie führen.

 

Traumata,

wie bereits oben genannt, können auch unabhängig von einer Schwangerschaftphobie zu einer sexuellen Unlust bzw. zu Libidoverlust führen.

 

Psychische Erkrankungen

wie Depressionen, Angststörungen, sind allein durch ihre Hauptbeschwerden ein Hinderungsgrund für Intimität.

 

Probleme in der Partnerschaft

wie Konflikte oder mangelndes Verständnis, oder auch eine gewisse Erwartungshaltung können sich negativ auswirken. Kalendersex, also Sexualität die gelebt wird „weil es mal wieder Zeit wird“ oder das Gegenüber es erwartet, wirken sich negativ auf unser Lustempfinden aus. Auch eine mangelnde Kommunikation zwischen den Partnern/Partnerinnen über die Wünsche, Bedürfnisse und Fantasien führt zu unbefriedigendem Sexualleben und kann dadurch zum Lustkiller werden. Wenn Frau nur noch darauf wartet, dass es vorbei ist, weil ihr der Haushalt, die Einkäufe oder ein spannender Film wichtiger ist, läuft etwas schief. Es kann durchaus Lust machen in die Fantasien seines Partners / seiner Partnerin einzutauchen und mal die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen, passiert aber ausschließlich das, wird irgendwann der gebende Part unweigerlich aus der Sexualität aussteigen. Auch wenn man sich gegenseitig zu wenig Aufmerksamkeit schenkt und den Tag über nur nebeneinanderher funktioniert, ist es eher unwahrscheinlich, dass man am Abend übereinander herfällt.

 

Erziehung/ Eigene Wahrnehmung

wurdest du vernünftig aufgeklärt? Wusstest du schon vor deinen ersten sexuellen Erfahrungen, was dich erwartet und was du magst/ nicht magst? Was du dir wünschst, was nicht passieren soll? Ja? Dann gehörst du zu den wenigen, die Glück hatten. Sexualerziehung ist häufig noch immer in den Händen der Schule (die sollen das mal machen). Dabei machen die es meist nicht ganz so gut, es ist eben doch nicht Mathe, Deutsch oder Englisch, was da gelehrt wird. Die eigene Wahrnehmung oder auch die Wahrnehmung meines Gegenübers kann sich dann auch durch Pornokonsum stark verschieben. Die sexuelle Aufklärung ist auch in dieser Hinsicht meist mangelhaft. Welch anderes Selbstverständnis könnten die Schüler/Schülerinnen bekommen, wenn man ihnen in der Schule erklären würde, dass das, was man gemeinhin in Pornos sieht, lediglich Schauspielerei ist? Dass die Darsteller/Darstellerinnen wissen, was passiert, sich darauf einstellen und ihr Einverständnis geben. Sie haben die Zeit, sich vorbereiten zu können und bekommen auch sogenannte „Aftercare“. Es sind eben Profis. Wie Stuntmänner und -Frauen.

Die Darstellung von Körpern in Filmen,

nicht nur Pornofilmen, sowie in allen Medien, ist nach wie vor von 08/15- Schönheiten ohne Makel geprägt. Auch das führt zu einer falschen Wahrnehmung seines eigenen Körpers. Auch das Bild von Vulva und Brust ist dadurch ziemlich verschoben. Würden wir von Anfang an unseren Mädchen beibringen, dass Vulva und Vagina eben auch so heißen (nicht Mumu oder Lilli oder ähnliches) und dass sie sich nach Lust und Laune dort anfassen können. Dass diese Körperteile zu uns gehören wie Hand und Ohr. Wie anders wäre unsere eigene Wahrnehmung? Vielleicht würden dann auch Frauen anderen Frauen in der Sauna zwischen die Beine schauen, ja warum eigentlich nicht, Männer vergleichen sich doch auch?

 

Abschließend möchte ich noch einmal Werbung machen für die Kommunikation, mit eurem Lebensgefährten/ Lebensgefährtin, mit Freunden/Freundinnen oder mit Fachleuten. Gibt es in deinem Umfeld niemanden dem du dich anvertrauen kannst, wende dich an Menschen wie mich. Heilpraktikerinnen für ganzheitliche Frauenheilkunde nehmen sich die Zeit und geben dir den Raum, den du benötigst, um dich zu öffnen.

 

 

 

Quellen:

https://www.onmeda.de/gesundheit/sexualitaet/libido-id202154/

https://www.gemeinschaftspraxis-lux.de/download/Medikamentennebenwirkungen-Stoerung-der-Sexualitaet.pdf

https://trainyabrain-blog.com/2012/03/libidoverlust-durch-die-pille-bewiesen/

https://weareruby.de/blogs/libido/antibabypille

https://www.rosenfluh.ch/media/gynaekologie/2006/02/Antidepressive-Therapie-und-Libidoverlust.pdf

https://www.avogel.ch/de/ihre-gesundheit/wechseljahre/wechseljahre-libidoverlust-in-der-menopause.php

https://www.zdf.de/verbraucher/volle-kanne/libidoverlust-durch-antidepressiva-102.html

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/vi278.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsphobie

 

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