Blasenentzündung der Frau

Die wiederkehrende Blasenentzündung der Frau

Wieso hab ich ständig Blasenentzündung und wie werde ich sie los?

Willst du wissen wieso du immer wieder unter Blasenentzündung leidest? Gibt es außer Antibiotika noch andere Behandlungsmöglichkeiten? Wie wirst du die wiederkehrende Blasenentzündung endlich los? Was musst du prophylaktisch tun um keine mehr zu bekommen? Diese Fragen beantworte ich dir in diesem Blog!

Der Fachbegriff für die plötzlich auftretende Blasenentzündung lautet akute Zystitis, die für die wiederkehrende rezidivierende oder auch chronische Zystitis. Statistisch betrachtet hatte Jede 2 Frau bereits einmal in ihrem Leben eine Blasenentzündung, 25 % der betroffenen Frauen haben mehrmals im Jahr eine Zystitis. Das sind sehr viele Frauen, die unter dieser Erkrankung leiden.

Ich bin Emilia Koch, Heilpraktikerin und Osteopathin in Ausbildung mit eigener Naturheilpraxis in Lübeck. Meine Kernkompetenz ist die Gesundheit der Frau, meine Methoden sind die ganzheitliche Frauenheilkunde, die Craniosacrale oder auch Viszerale Osteopathie sowie die Ordnungstherapie. In meiner Praxis behandle ich Frauen jeden Alters, Herkunft, Hautfarbe, Religion und sexueller Orientierung.

Die Blasenentzündung ist leider sehr häufiges Thema in meiner Praxis, daher greife ich dieses Thema auf und erzähle euch etwas über die Zystitis der Frau oder einfach die Blasenentzündung.

Die Alternativmedizin hält für das Krankheitsbild der Zystitis einige Behandlungskonzepte parat, sodass nicht jede Blasenentzündung mit Antibiotika behandelt werden muss. Und auch für die eher schwierige Therapie der rezidivierenden Zystitiden gibt es in der Alternativmedizin ganzheitliche Konzepte.

In meiner Praxis für Frauenheilkunde und Craniosacrale Therapie habe ich einen ganzheitlichen Ansatz für die Blasenentzündung, das heißt ich würde zuerst Aufklären über die Entstehung der Blasenentzündung, die Ursachen und Begünstigende Faktoren für Blasenentzündung benennen und mit der betroffenen Frau erörtern welche auf sie zutreffen. Dann würde ich eine Behandlung mit einem Phytotherapeutikum, einem Nahrungsergänzungsmittel oder auch mit Homöopathie empfehlen. Dazu käme noch die osteopathische Behandlung des Bauchraums, nur wenn Gewebe beweglich ist, kann es gut durchblutet und nerval innerviert werden. Ein Leitspruch der Osteopathie ist : Leben ist Bewegung! Durch die Behandlung mit meinen Händen, erreiche ich nicht nur die Blase, sondern auch das umliegende Gewebe.

Vorab noch ein Disclaimer:

Die nachfolgenden Informationen ersetzen nicht die fachkundliche Behandlung bei einem Heilpraktiker oder einer Heilpraktikerin oder Arzt oder Ärztin. Ich stelle hier keine Diagnosen und empfehle auch keine Behandlungen.

Also fangen ich mal an:

Woran erkenne ich eine Blasenentzündung?

Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, auch nachts, mit geringen Harnmengen, sind die Leitsymptome. Fast jede Frau, die einmal eine Blasenentzündung hatte, kennt diese Symptome nur zu gut. Und erkennt die wiederkehrende Balsenentzündung recht schnell. Bei manchen Frauen kommen die  krampfartigen Schmerzen im Bereich oberhalb des Schambeins, die sogenannten Blasentenesmen hinzu.

Der Urin ist häufig trüb, verfärbt, übel riechend, manchmal sogar mit Blutbeimengungen sein. Ganz allgemein kann man ganz unabhängig von einer Entzündung sagen, wenn der Urin dunkel oder verfärbt ist, dann trinkst du zu wenig!

Fieber tritt bei einer Zystitis nicht auf, in Verbindung mit den genannten Symptomen weist es immer auf die Beteiligung der oberen Harnwege (Niere, Nierenbecken) hin – Dann muss unbedingt ein Arzt/Ärztin hinzugezogen werden, denn eine Nierenentzündung, bzw. Nierenbeckenentzündung kann schwerwiegende Folgen haben und sollte antibiotisch behandelt werden.

Ursachen

(Escherichia coli  80 % ), aber auch andere Bakterien , Hefen, Chlamydien, und Viren können ursächlich sein. Diese steigen meist über die Harnröhre in die Blase hinauf. Häufig sind es Keine aus dem Darm. Es können auch Keime, die durch Geschlechtsverkehr ausgetauscht werden ursächlich sein. Die sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) wie Chlamydien, Syphilis oder Gonorrhoe sind leider wieder gehäuft aufgetreten. Viele der Geschlechtskrankheiten können auch eine Blasenentzündung hervorrufen.

Seltenere Sonderformen

Wie die Strahlenzystitis – nach Strahlentherapie.

Oder auch die Interstitielle Zystitis – eine chronische, nicht-bakterielle Blasenentzündung.

Begünstigende Faktoren

Durch die Anatomie der Frau ist es für Krankheitskeime deutlich einfacher in die Blase einzudringen als beim Mann. Die Harnröhre der Frau ist nur 3 – 5 cm lang, im Vergleich beim Mann etwa 20-25 cm.

Auch die Nähe von Harnröhre und After ist ein Grund dafür, warum Frauen häufiger an Harnwegsinfekten leiden als Männer, die Keime haben es deutlich leichter aus der Analregion in die Blase einzuwandern.

Wenn dann auch noch eine Dysbiose des Darms, also ein Fehlbesiedelung oder eine mangelhafte Besiedelung des Darms mit Bakterien hinzukommt. Führt dies durch z.B  Blähungen oder Verdauungsstörung wie Durchfall (Diarrhoe) zusätzlich zu Verteilung der Darmbakterien im Intimbereich.

Ist dann auch das Vaginalmileu / Scheidenmilieu gestört, haben die Keime leichtes Spiel auch in die Blase hinauf zu wandern. Eine gesunde Intimflora ist ungemein wichtig für uns, da sie durch ihr saures Milieu, also einen niedrigen PH und viele Milchsäurebakterien etc., wie ein Schutzschild funktioniert. Ich spreche hier absichtlich von Intimflora, denn es ist nicht nur die Vaginalflora, sondern selbstverständlich vor allem die Vulvaflora die gemeint ist.

Weitere Faktoren sind Unterkühlung (z. B. nasse Badehosen)

ein geschwächtes Immunsystem, häufiger Geschlechtsverkehr (Honeymoon-Zystitis)

Aber auch Hormonschwankungen durch Schwangerschaft oder Wechseljahre, gerade in den Wechseljahren, wenn die Schleimhäute austrocknen und die Intimflora dadurch ihre Schutzschildwirkung verliert können Keime noch besser hochwandern und sich dann auch festsetzten. Wenn Frau dann möglicherweise auch wenig trinkt- durch Angst vor Inkontinenz bei z.B. Beckenbodenschwäche, ist die Blasenentzündung fast schon vorprogrammiert.

Auch die Einnahme bestimmter Medikamente bzw. Grunderkrankungen (z. Blutzuckermedikamente, Immunsuppressiva, Antibabypille) führen durch z.B. Suppression- also Herabsetzung des eigenen Immunsystems, zu einer Neigung zu Infektionen.

Warum gibt es rezidivierende Blasenentzündung trotz Antibiotikum?

Wie schon gesagt, die Anatomie der Frau aber auch weil E Coli, dass ja zu 80 % verantwortlich ist- spezielle Eigenschaft hat in die tiefen Blasenschichten zu wachsen und dort zu verbleiben- dort angelangt erreicht sie kein Antibiotikum und auch das Immunsystem kann dort nichts ausrichten.

Behandlung in der Naturheilpraxis

Mittel wie Moosbeere, Cranberry und  D Mannose sind in Apotheken frei verkäuflich und werden auch von Apothekern/Apothekerinnen empfohlen.

Pflanzen wie Bärentraubenblätter, Brunnenkressekraut, und weißes Sandelholz, sowie auch in Kombinationspräparaten, führen zu einer besseren Durchspülung der Blase und fördern dadurch die Ausschwemmung der Bakterien.

Meerrettich und Kapuzinerkresse wirken wie pflanzliche Antibiotika und werden bei bestimmten Erregern eingesetzt.

Speziell zur Behandlung des Escherichia coli, das ja hauptsächlich verantwortlich für die Zystitis ist, gibt es eine Kombinationsbehandlung aus einem Nahrungsergänzungsmittel Namens Forskolin und der D Mannose.

Allerdings: bevor man irgendwelche Mittel ausprobiert, lohnt sich eine Analyse des Erregers im Labor.

Am besten Frau bespricht sich mit ihrem Arzt/ Ärztin oder Heilpraktiker/Heilpraktikerin.

Prophylaxe

Es gibt Verhaltensregeln wie der richtigen Abwischtechnik nach dem Toilettengang von vorne nach hinten. Der Intimhygiene (nicht zu nachlässig, nicht zu viel), hierbei ist es auch wichtig zu wissen welches Waschmedium geeignet ist. Herkömmliche Seife oder Duschgel zerstören auf Dauer die Intimflora, besser sind speziell abgestimmte Waschlotionen mit einem PH Wert um 3,8. Manche Waschgele oder Lotionen sind auch angereichert mit Milchsäuren, die die Flora zusätzlich wiederaufbauen sollen. Frau sollte nach dem Geschlechtsverkehr zeitnahe zur Toilette gehen und wenigstens ein wenig Urin lassen, um möglicherweise verschleppte Bakterien auszuspülen. Die Wahl der Unterwäsche ist auch wichtig, da z.B. ein Stringtanga Keime aus der Darmregion nach vorne verschleppen kann. Besser geeignet sind Slips, gern aus Baumwolle, da Baumwolle Kilmaregulierend wirkt.

 

Wann zum Arzt?

Ersterkrankungen sowie häufige Blasenentzündungen sollten immer ärztlich abgeklärt werden- es könnte eine Blasenentleerungsstörung, Beckenbodensenkung oder Harnröhreneinengung dahinterstecken. Ebenso wie Blasenentzündungen mit Blut im Urin, bei Schwangeren und wenn sie gemeinsam mit Fieber auftreten-Indikator für Erkrankungen der Niere.

Ich hoffe ihr konntet aus diesem Blog einige neue Erkenntnisse mitnehmen. Bei Fragen, Behandlungswunsch oder Anmerkungen, freue ich mich sehr über Kommentare oder eine Nachricht an meine Mail:

www.emilia-koch.de

kontakt@emilia-koch.de

Oder auch Telefonisch unter

0157 50 180 730

 

Quellen:

https://www.netdoktor.de/krankheiten/harnwegsinfektion/blasenentzuendung/

https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenhauszusatzversicherung/ratgeber/artikel/blasenentzuendung-ursachen-symptome-therapie/

https://www.onmeda.de/krankheiten/blasenentzuendung-id200251/

https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/blasenentzuendung/ursachen/

https://www.youtube.com/watch?v=eO7mE5nyCYE&ab_channel=UrologieamRing

 

Leave a comment

Your email address will not be published.

Könnte dich auch interessieren...